Inspiriert von Nora Tschirner 28. August 2008

Damit Ihr sehen könnt, was ich während dem Semester so mache, stelle ich Euch meine letzte Kollektion zum Thema „Persönlichkeitsprofil wird zur Marke und Kollektion“ vor.

Inspirieren ließ ich mich hierzu von der Schauspielerin Nora Tschirner, die Ihr zuletzt bestimmt in „Keinohrhasen“ gesehen habt. Ihr gegensätzlicher Charakter und ihre diversen Ansprüche an Mode schienen mir eine geeignete Grundlage für eine abwechslungsreiche Kollektion zu sein.

Nora und die Mode
Nora Tschirner fasziniert mit ihrem Sex-Appeal und ihrer Ernsthaftigkeit, ihrem Klein-Mädchen-Augenaufschlag und ihrer Berliner Schnauze. Sie ist selbstironisch, stellt jedoch die höchsten Ansprüche an sich, liest am liebsten Männerzeitschriften, aber findet auch romantische Hochzeiten großartig. Sie setzt sich gegen Armut ein und in ihr wohnt zudem „eben auch ein kleiner Entertainer, der ab und zu raus muss“.

Bei meiner Recherche, welche Ansprüche Nora an Mode hat und was sie darüber denkt, stellte sich heraus, dass sich ihre gegensätzliche Persönlichkeit auch in ihrem Modegeschmack widerspiegelt. Sie ist ein Fan der Mode der 60er und „extrem gut“ ist auch die Mischung aus Niedlichem „mit was Knabenhaftem“. Fürs Arbeiten wird die „Armeejacke-über-den-Kopf-gezogen“, aber auch A-Linien-Kleider und elegante Mode sind ihr Ding. Die chaotische Nora braucht klare Linien und mag dabei „Dinge, die sich verändern“.

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Fotos und Kollektion von Ramona Leonhard

Die Kollektion
Unter obigen Gesichtspunkten entstand eine Kollektion mit klassischen und bequemen Stücken, wie Jeans oder Tanktops, welche durch Teile ergänzt werden, die für jeden Anlass individuell kombiniert und sogar umfunktioniert werden können. Mit wenigen Handgriffen verändern viele ihre Form, ihre Funktion oder ihre Farbe. So ermöglicht die Kollektion direkt von der Filmpremiere auf ein Festival zu gehen, ohne dabei kostbare Zeit durch einen Kleiderwechsel zu verlieren, da man das „kleine Schwarze“ einfach zum Top „hochknöpfen“ kann und somit die darunter getragenen Shorts zum Vorschein kommen.

Zeitlosigkeit gepaart mit dem Ü-Effekt – eine Kollektion, die für jeden Spaß zu haben ist.

Copenhagen Fashion Week - Inspiration Fernost 27. August 2008

Inspiriert von der traditionellen Mode des Fernen Ostens zeigten viele Designer auf der Copenhagen Fashion Week lange Kleider aus sommerlich bedruckter Seide in Pastelltönen, die an indische Saris und traditionelle Gewänder erinnerten. Aber auch der etwas strengere, Kimono-inspirierte Look spiegelt die Facetten von Fernost wider und spielt eine wichtige Rolle im nächsten Modesommer. Die Querteilung durch Gürtel oder Teilungsnähte unterhalb der Brust oder in der hohen Taille verleiht dem Look etwas Feminines und setzt einen schönen Akzent in der Silhouette. Besonders schön finde ich den Einsatz der Leichten Seidenstoffe für Kombinationen mit Hose wie bei Rützou…
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outlet meets design 26. August 2008

Ein besonderes Highlight im WertheimVillage ist noch bis Ende dieser Woche der Pop-Up Store des Designers Hannes Roether.

Der Shop
Schon das Interieur überzeugt, das einerseits sehr simpel, andererseits sehr individuell gestaltet ist. So hängen die Jacken, Shirts und Hosen an Ketten von der Decke herunter, während die Strickpullover auf gestapelten Kisten ihren Platz finden.
Die Verkäuferin Celine ist eine Freundin von Hannes Roether, wie alle Angestellten im Wertheimer Shop, was eine sehr familiäre und kompetente Stimmung schafft.

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„zeitlose Kerle stecken in zeitlosen Schnitten“
So wird die Herrenkollektion, welche hauptsächlich aus Materialien wie gewaschener Baumwolle, superfeines, aber auch Strukturleinen, Merinowolle und Leder besteht, beschrieben. Die Funktion steht klar im Vordergrund, was schon durch das Wiedererkennungszeichen, ein durch zwei Knopflöcher stilisiertes H am Rücken der Kleidungsstücke, das gleichzeitig ein eingearbeiteter Henkel ist, zum Ausdruck kommt.

In Farben wie braun, weiß, olive, grau und schwarz gibt es die lässigen aber eleganten Teile.
Sie weisen eine hochwertige Innenverarbeitung auf und überraschen mit besonderen Details. Vor allem die Taschenlösungen sind sehr interessant, so dass man viele Taschen erst auf den 2. Blick als solche entdeckt. Deshalb rate ich einfach mal selbst zu Hannes Roether zu gehen, um die Kollektion zu erkunden.

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf die Damenkollektion, die diesen Herbst ihr Debüt feiert, und bis dahin kann bestimmt auch frau Teile der Herrenkollektion finden, die ein absolutes Muss im Kleiderschrank darstellen.

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Fotos von Katrin Lautenbach

Ich bin die Neue… 25. August 2008

…und darf Anne während meines „Schnupper-Praktikums“ bei styles you love unterstützen, Euch mit den neuesten News zu den Themen Designer, Trends und Produkte zu versorgen.
Herzlichen Dank! :-)
Und damit Ihr auch wisst, mit wem Ihr es hier zu tun habt, gibt’s ein paar Informationen zu meinem bisherigen Werdegang:
Nach dem Abi habe ich eine Schneiderlehre absolviert und nebenbei an meiner Bewerbung für den Studiengang Mode an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim gearbeitet, so dass ich direkt im Anschluss an die Ausbildung dort mit dem Studium beginnen konnte.

Wer Pforzheim kennt, der weiß, dass es für Fashionvictims nicht gerade die Stadt der Träume ist und so stand für mich fest, mein Praxissemester im Ausland zu verbringen. So hat es mich ins wunderschöne Kopenhagen verschlagen, wo ich 6 Monate für das junge Label RosannaJulie arbeiten durfte. Eine interessante, lehrreiche und aufregende Zeit!

Seit März bin ich wieder in Pforzheim und stehe nun direkt vor dem 7. und somit letzten Semester.
Jetzt freue ich mich aber erst mal auf Euch und meine Zeit bei styles you love!

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Copenhagen Fashion Week - Einigkeit bei der Hosenform 22. August 2008

Natürlich hat man auch bei der Copenhagen Fashion Week vereinzelt die weite Marlene-Form oder eng anliegende Schnitte gesehen. Die wichtigste Hose aber, die in nahezu jeder Kollektion präsent war, war diese hier: Möglichst viel Volumen an der Hüfte (meist durch Bundfalten), nicht zu hüftig aber auch nicht extrem hoch geschnitten und an den Fesseln eng aliegend. Clean, sportlich, elegant, schlicht oder extravagant - je nach Schnitt, Material und Kombination kann diese Hosenform eigentlich jedem Stil gerecht werden. Und wenn die Hüftweite nicht allzu üppig ausfällt ist sie durchaus alltagstauglich und bildet auf jeden Fall eine gelungene Abwechslung zur Jeans oder geraden Hose. Meine Favoriten: Die Varianten von Heartmade und Selected…
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Copenhagen Fashion Week - Krempelshorts 21. August 2008

Hoch geschnitten und gekrempelt - das sind die neuen Shorts, die man auf der Copenhagen Fashion Week zu sehen bekam. Ganz unterschiedlich interpretiert - im cleanen Look bei Cheap Monday, mit einem Hauch von 80´s bei Camilla Staerk, im Ethno - Safari Look bei Bruuns Bazaar und feminin zur frischen Bluse im Asia-Look bei Rützou. Auffällig ist, wie weit sich der Hosenbund mittlerweile schon nach oben geschlichen hat. Und dadurch spielen Gürtel für die Taillenbetonung natürlich eine immer größere Rolle. Wichtig für die neuen Shorts: sie dürfen niemals eng anliegen sonder müssen möglichst viel Volumen haben.
CPH-Krempelshorts

Copenhagen Fashion Week - Blazerjacken 20. August 2008

Seit einigen Monaten halten immer mehr maskuline Elemente Einzug in den DOB Bereich. So sah man auf der Copenhagen Fashion Week neben Westen auch sehr viele kurze Blazerjacken, die oftmals auch sehr maskulin zur Hose kombiniert wurden. Meist waren die Formen recht kurz gehalten, einige schlossen sogar schon unterhalb der Brust ab. Durch die Kombination eines kurzen Blazers zum femininen langen Kleid wird so ein ganz neuer Look geschaffen - der alles andere als langweilig wirkt. Und wie man hier z.B. bei dem Outfit von Selected sehen kann muss der Stil nicht unbedingt streng und maskulin sein, es kommt immer auf die Kombination an. Auf den Bilder bekommen wir einen sehr guten Einblick, wie vielfältig man den kurzen Blazer kombinieren kann - alles ist erlaubt…
blazers-CPH

Copenhagen Fashion Week - Der Westen-Boom 18. August 2008

Eigentlich herrschte bei der Copenhagen Fashion Week generell große Einigkeit was die meisten Produktgruppen anging. Die Westen haben sich ja schon angekündigt - aber noch nicht so hundert prozentig durchgesetzt. Das wird sich aber jetzt ganz bestimmt ändern - denn fast jeder Designer zeigte die Weste auf dem Laufsteg - ob als Jeansweste mit Taillengürtel wie bei Baum und Pferdgarten, im orientalischen Stil mit aufwendigen Stickereien wie bei Munthe plus Simonsen oder in klassischer Menswear Schnittführung bei BZR. Sie ist nicht mehr wegzudenken und wird zu allem kombiniert. Vor allem auf sehr femininen, leicht fließenden langen Kleidern wurde sie gerne gezeigt, wobei für mich die aufwendigen kurzen Formen von Munthe plus Simonsen - vor allem in den hier gezeigten Kombinationen - als klare Favoriten hervorgehen…
Westen

Copenhagen Fashion Week - Art Deco und Zwanziger Jahre 15. August 2008

In der vergangenen Woche fand in Kopenhagen die CFW, die Copenhagen Fashion Week statt. Und da die Dänen meiner Meinung nach zu den besten Designern der Welt gehören, richte ich mein Augenmerk fast lieber auf Copenhagen als beispielsweise auf London. Der Stil der Skandinavier wirkt auf mich immer einzigartig. Jedes Teil hat etwas ganz Besonderes an sich, die Liebe zum Detail, die Stoffauswahl und die Schnitte entführen einen fast in eine andere Welt und ich bin froh, dass ich diesen und keinen anderen Beruf habe. Außerdem finde ich es immer wieder erstaunlich, wie harmonisch die Designs der unterschiedlichen Designer zueinander passen, wie sie eine ganz bestimmte Stilrichtung oder Epoche widerspiegeln, ohne zu ähnlich oder langweilig zu wirken. Ich habe alle Fashion Shows der Copenhagen Fashion Week für euch analysiert, und werde euch im Laufe der nächsten Tage einige Themen vorstellen. Nicht Designer für Designer, sondern die wichtigsten Stilrichtungen, Silhouetten, Themen und Farben. Trotzdem verrate ich euch meine Lieblings-Shows, die ihr euch unbedingt ansehen solltet:

Day Birger et Mikkelsen (mit tollen Farben und Drucken im Art Deco Stil)
By Malene Birger (mit den schönsten Kleidern)
Baum und Pferdgarten (mit traumhaften Drucken und Farben) - hier das Video
Munthe plus Simonsen (hier gab es die tollsten Westen)
Heartmade (mit tollen ethnischen Drucken und aufwendigen Stickereien) - hier das Video

ART DECO / ZWANZIGER JAHRE

20s-Art-Deco

Vor allem die Kollektionen By Malene Birger, Day Birger et Mikkelsen und FCB holten mit ihren Kreationen die Zwanziger Jahre ins nächste Jahrtausend. Obwohl die Kleider teilweise wirklich aussehen wie vor fast 90 Jahren, finde ich sie dennoch passend und glaubwürdig für unsere Zeit. Schade, dass wir auf den nächsten Sommer noch fast ein Jahr warten müssen, aber auf diesen Trend freue ich mich wirklich. Und wenn ich nochmal heiraten würde, dann würde ich mein Kleid bestimmt im Art Deco Stil entwerfen. Die mädchenhafte Leichtigkeit in den Kollektionen ist toll und gelungen.

Dita Von Teese und der Burlesque-Trend 13. August 2008

In den Zwanziger Jahren hielten mit Moulin Rouge und Pigalle die ersten Burlesque Bühnenshows Einzug in Paris und unterhielten das hochkarätige Publikum mit einer Showkombination aus Striptease, Comedy und Theater. Der Unterschied zum Striptease: Die Darstellerinnen sind keine Stripperinnen, sie sind vielmehr Künstlerinnen, Schauspielerinnen, die mit dem Publikum spielen und das Ganze stets mit einem Augenzwinkern auf die Bühne bringen. Die Kleidung, hauptsächlich bestehend aus Dessous, Corsagen, Strümpfen, Schuhen und Accessoires, spielt eine wichtige Rolle bei den Darbietungen.

Heute feiern wir ein großes Comeback des Burlesque, vermischt mit Einflüssen des Pin-up Trends aus den 50er Jahren. Zu verdanken haben wir diesen Trend Dita Von Teese, der wohl bekanntesten Burlesque Tänzerin der heutigen Zeit. Sie wiederum verdankt ihren Ruhm und ihre Bekanntheit wahrscheinlich ihrer Ex-Ehe mit dem Skandal-Rocker Marilyn Manson. Ihr Markenzeichen: Pechschwarze Haare, rote Lippen und eine durch enge Korsetts betonte Traumfigur. Eben wie einem Pin-up Foto aus den 50er Jahren entsprungen. Dank ihr als Vorbild erlangt die Burlesque-Szene immer mehr Anhängerinnen, die ihrer Stilikone nacheifern. Obwohl sie mit dem Thema Nacktheit und Erotik ihr Geld verdient, hat sie mehr weibliche als männliche Fans. Mittlerweile ist sie nicht mehr nur Stripperin, sie ist vielmehr Model, spielt mit dem Thema Erotik ohne sich auszuziehen.
Dita-Von-Teese
Ein bisschen erinnert mich ihr Karrierestart an den von Madonna. Ihren echten Namen Heather Sweet ließ sie schon in ihrer Jugend hinter sich. Inspiriert von den weiblichen Stars der Musicalfilme aus den 30er und 40er Jahren beschloss sie sich neu zu erfinden, in eine andere Rolle zu schlüpfen. Im Gegensatz zu Madonna verwandelte sich ihre Frisur vom Blondschopf zur pechschwarzen, glänzenden Haarpracht. Heute hat sie es geschafft, sie strippt für Weltstars, ohne sich jemals ganz zu entblößen und ihre Arbeit gilt als Kunst. Sie verkörpert einen Stil, den viele Frauen lieben und imitieren. Und dank Internet ist es auch uns möglich, tolle Kleider, Corsagen und Accessoires zu erstehen, die uns zurückversetzen in die Zeit von Moulin Rouge und Co…

und hier gibt es tolle Looks im Pin-up- und Burlesque-Look zum Bestellen: