Während die Modewelt im Januar nach Berlin reiste, mussten wir leider zuhause bleiben. Daher haben wir uns auf Streetrunway auch auf die Trends und Themen, die der Januar neben der Berlin Fashion Week noch zu bieten hatte, konzentriert. Unser ganz persönliches Highlight war natürlich das Styleranking-Interview. Dort geben wir Auskunft über unser Blog, unseren persönlichen Stil und unsere Vorsätze für 2010. Es hat richtig Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten. Wie bereits im Interview prophezeit, hoffen wir in 2010 fest auf Inspiration durch den neuen Sex and the City Film. Bereits im Trailer ist ein Trend auszumachen, der sich auch schon auf einigen Schauen abgezeichnet hat. Weiter nach dem Sprung…
Nachdem ich mich gar nicht mehr dran erinnern kann wann ich zuletzt einen Zeichenstift in der Hand hatte, kam mir der Aufruf von Mary & Paul gerade recht. Lieblingsstücke zu finden, die für die nächste Shopping-Week Aktion in der Glamour erscheinen sollen, war ja nicht schwer. Statt diese aber wie immer einfach nur in Photoshop anzuordnen habe ich mal wieder meine Pantone-Marker herausgekramt und festgestellt, dass die zum großen Teil ausgetrocknet sind. Also scheint es wirklich schon länger her zu sein, dass sie zum Einsatz kamen. Vielleicht war das sogar noch während meines Modedesign-Studiums, das mittlerweile auch acht Jahre zurückliegt (oh mein Gott bin ich alt). Nachdem die erste Collage zu winterlich war (hätte ich ja auch selbst drauf kommen können), habe ich mich bei der zweiten für ein Kleid und Riemchen-Schuhe von Paul & Joe entschieden, und außerdem für den Aquarellkasten statt die Marker. Ich bin relativ zufrieden mit meinem Ergebnis, ich dachte eigentlich ich müsste erst mal wieder einen Zeichenkurs belegen… Weiter nach dem Sprung…
Am Model und am Besucher: Pelz soweit das Auge reicht. Mäntel, Capes, Stolas, Westen. Ein paar Kunstpelze habe ich gesichtet, die meisten waren aber echt. Wenn dieser Trend sich durchsetzt werden wohl viele kleine Füchse und Nerze dran glauben müssen. Deswegen hoffe ich, dass alle so schlau sind und auf Fake-Fur zurückgreifen. Da gibt es nämlich mittlerweile so tolle Qualitäten, die kaum vom natürlichen Pelz zu unterscheiden sind. Am neusten sind kleine Jäckchen oder Umhänge, die mich ein wenig an die Zwanziger Jahre erinnern. Glamourös, edel, und irgendwie unnahbar. Bei den Schuhen sei nur eines gesagt: Biker Boots in sämtlichen Varianten und High-Heels. Das hier sind meine Lieblingsstücke aus der aktuellen Schumacher Kollektion, ich selbst bin schon stolze Besitzerin. Hals und Beinbruch kann ich da nur sagen. Die Tasche gehört übrigens zu Eva Padberg, und mit ihrer Liebe zum Leo-Look steht sie nicht alleine da. Jacken, Schuhe, Tops, Leggings und Taschen. Alles habe ich im Leoparden Look gesichtet, bin aber trotzdem kein Fan und werde diesen Trend getrost an mir vorüber ziehen lassen.
Alle Highlights findet ihr in unserem Fashion Week Special
In der letzten Woche habe ich dank Berliner Fashionweek und Bread & Butter so viel gesehen, dass ich schon fast den Überblick verliere. Jetzt versuche ich aber mal aus meinem Gekritzel im Notizbuch, meinen Fotos und dem was ich noch im Kopf gespeichert habe zusammenzufassen. Da das Thema Hosen wahnsinnig spannend ist, fange ich damit auch gleich an. In Sachen Jeans haben mir eigentlich alle Firmen auf der Bread & Butter bestätigt, dass die Skinny am stärksten verkauft wird. Trotzdem sind die Boyfriends und skinny Boyfriends ein riesen Thema, und an der modebewussten Fashionweek-Besucherin habe ich auch selten Skinny, sondern eher Boyfriend entdeckt. Auf der Fashionweek selbt dominierte ganz klar die Bundfaltenhose. Edel in glänzenden Seidenstoffen oder Glitzeroptiken, cool mit tiefem Schritt und auf der Hüfte sitzend. Glanzleggings dürften sich so langsam verabschieden, dafür wird das Thema Leder immer stärker. Die Lederleggings hat eigentlich in fast keiner Kollektion gefehlt und dürfte im nächsten Winter somit ein wirkliches Key-Piece sein. Sowohl auf den Schauen, als auch getragen und auf der Bread & Butter habe ich viele „Jogginghosen“ gesehen. Nicht immer nur in Jersey oder Molton, teilweise auch in Satin- oder sogar Seidenqualitäten. Wichtiges Detail sind hier die Bündchen am Beinabschluss, und je nach Material können diese Hosen lässig zu Sneakern oder sexy zu High Heels getragen werden. Die wichtigste Aussage war für mich, dass das Hüftvolumen bleibt bzw. stärker wird - egal ob bei sportlichen, coolen, femininen oder eleganten Hosen. Bei Chinos, Jodhpurs, Sarouels und Boyfriends also auf jeden Fall zuschlagen. Ein super Styling macht hier übrigens Tatort-Komissarin Friederike Kempter vor.
Alle Highlights findet ihr in unserem Fashion Week Special
Quelle: Maison Scotch
Wie bereits erwähnt habe ich mir auf der Bread & Butter in Berlin die zweite Maison Scotch Kollektion angeschaut. Leider musste ich vor dem Betreten des Messestandes einen regelrechten Vertrag unterzeichnen, dass ich weder filmen noch fotografieren werde. Mit Bildmaterial sieht es also – mal abgesehen vom Pressematerial – eher schlecht aus. Ich hoffe also, ihr könnt euch ein bisschen reindenken. Die Geschichte von Maison Scotch ist die der Pusteblume. Marieke, die Chefdesignerin, liebt die Vorstellung, dass die Kleidungsstücke, die sie entwirft, irgendwo ein neues Leben anfangen. So wie die Samen der Pusteblume. Alte Dinge, wie Kleidungsstücke der Mamas und Omas, Vintageklamotten, antiker Schmuck und gesammelte Gegenstände liegen im Fundus von Maison Scotch. Weiter nach dem Sprung…
Quelle: Styles you love
Ich hatte gestern Morgen die große Ehre der erste Gast beim Event Guerilla Couture von Schumacher sein zu dürfen. Und was gibt es schöneres, als sich in einer wunderschönen, toll dekorierten Location bei leckerem Tee und kleinen Köstlichkeiten mal die komplette Schumacher Kollektion außerhalb des Laufstegs anschauen zu dürfen? Bei der Location handelt es sich um ein großzügig geschnittenes Loft am Prenzlauer Berg. Mit offener Küche, wo sogar für einen gekocht wird, mit tollem Bad und Schlafzimmer. Alles offen und mit durchdachtem Schienensystem durch Vorhänge beliebig abzutrennen. Extra für Guerilla Couture wurde das Loft, das eigentlich bewohnt ist, komplett umdekoriert. Überall sieht man tolle Bücher und Bildbände, die aus der Bibliothek von Schumacher stammen. Alles ist mit viel Liebe und Hingabe bis ins kleinste Detail durchdacht, von den Schumacher Papier-Servietten und Seifen bis hin zu den kleinen Schleifchen an den Satin-Kleiderbügeln. Weiter nach dem Sprung…
Nachdem ich im Juli so begeistert von der ersten Maison Scotch Kollektion war, wollte ich auf der Bread & Butter natürlich schauen wie sich die Kollektion weiterentwickelt hat. Und ich wollte unbedingt Marieke, die Chefdesignerin von Maison Scotch kennenlernen. Das habe ich auch, und ich habe für euch ein richtig langes Interview mit Marieke gemacht. Sie verrät uns unter anderem wie nervös und aufgeregt sie vor der letzten Bread & Butter im Juli war, als die Debütkollektion erstmalig gezeigt wurde.
… heißt es morgen wieder. Und im Moment hätte ich weder noch mehr Mode, noch die eisige Kälte länger ertragen. Also bin ich ausnahmsweise wirklich froh Berlin morgen verlassen zu dürfen. Dafür freue ich mich dann umso mehr im Juli wiederkommen zu dürfen. Die letzten Tage waren aufregend, spannend und anstrengend, jede Menge Termine, Messen, Schauen, Interviews. Meine Highlights in diesem Jahr waren definitiv die Show von Schumacher, PerretSchaad und Mongrels in Common. Ansonsten natürlich mein Interview mit Custo Dalmau und Marieke, der Designerin von Maison Scotch (das Interview werde ich euch am Dienstag zeigen). Ich bin gespannt was uns die nächste Fashionweek in Berlin an Highlights zu bieten hat, die nächsten Wochen wird uns mit den Schauen in Kopenhagen, Mailand, Paris, New York und London bestimmt auch nicht langweilig. Also kann ich morgen nach einem letzten Termin - Schumacher Guerilla Couture - beruhigt meinen Heimflug antreten, ohne Angst vor Langeweile haben zu müssen…
Quelle: Styles you love
Natürlich gab es auch in diesem Jahr jenseits des Laufstegs wieder viele Outfits zum staunen, bewundern, gruseln und davonlaufen. Mit Negativ-Beispielen möchte ich euch an dieser Stelle nicht belästigen, dafür zeige ich euch lieber ein paar schöne Bilder. Ich habe welche rausgesucht, die ein paar „Key-Items“ enthalten, die wohl nach Ansicht der Fashionweek Besucher in diesem Jahr in den Kleiderschrank gehören und deswegen überall zu sehen waren. Dazu gehörten: Der Paillettenblazer, die Lederjacke, definitiv Pelz oder besser noch Fake Fur in Form von Mänteln, kurzen Jacken, Westen oder kleinen Capes. Außerdem natürlich Boyfriends und Jodhpurhosen in allen erdenklichen Materialien und Farben. Auf Spitzenstrumpfhosen sollte man auch nicht länger verzichten, und die Allgemeinheit hat wohl beschlossen, dass es mal wieder Zeit für Animal Prints wäre. Hier habe ich vor allem den Leoparden gesehen, und zwar bis zum Abwinken.
Alle Highlights findet ihr in unserem Fashion Week Special
Quelle: Styles you love
Auf der Bread & Butter führte mein erster Weg zu Levi´s. Da die Levi´s Jeans ist die Mutter aller Jeans ist interessiert es mich immer besonders, wie sich diese Kollektion weiterentwickelt. Natürlich wollte ich auch hier auf den Zahn fühlen, wie man für den nächsten Winter über die Positionierung von Skinny´s und Boyfriends denkt. Weiter nach dem Sprung…


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